
Knapp 3 Wochen ist es her, dass die 1. Männermannschaft zuletzt ein Handballspiel
bestritten hat, da der Punktspielbetrieb in den Herbstferien traditionell eine Pause vorsieht.
Diese wurde nach der herben Niederlage beim HSV Dresden von einigen Spielern direkt
genutzt, um den Kopf im Urlaub freizubekommen. Einige Krankheiten und Verletzungen
führten dazu, dass der Trainer bei den ersten Trainings nur noch je zwei Spieler aus dem
Kader des angesprochenen Spiels begrüßen konnte. Gemeinsam mit den Spielern der 2.
Herren, die aufgrund der begrenzten Hallenzeiten zeitgleich trainierten, konnte aber
dennoch ein halbwegs vernünftiges Training auf die Beine gestellt werden.
Rechtzeitig vor dem anstehenden Spiel gegen den favorisierten HSV Weinböhla stieg die
Trainingsbeteiligung wieder um ein Vielfaches und man gab sich alle Mühe, um an der
Durchschlagskraft in der Offensive sowie der Reduzierung technischer Fehler zu arbeiten.
Das war auch notwendig, will man gegen den letztjährigen Vizemeister – und manchen
ehemaligen Zweitligaspieler – Paroli bieten. In der Vorbereitung auf die aktuelle Saison
stand man sich schon einmal im Rahmen eines Turniers in Weinböhla gegenüber, als die
Hausherren damals die Oberhand behielten. Momentan befinden sie sich mit einem
absolvierten Spiel weniger im vorderen Mittelfeld der Tabelle, wobei nach einer turbulenten
Partie gegen den Oberligaabsteiger aus Aue nun auch die erste Niederlage zu Buche steht.
Davon mussten die Bierstadthelden bereits einige mehr verzeichnen, doch verstecken darf
man sich auf keinen Fall, wenn am Samstag um 18 Uhr in der heimischen BSZ-Halle zu
Radeberg der Anpfiff ertönt.
Gefeiert werden durfte in dieser Woche in Radeberg bereits, als nacheinander der Kapitän
David Fährmann, dessen Rückkehr in den Kader noch offen ist, und schließlich Christopher
Kempe ihren 30. Geburtstag begangen. Alles Gute an dieser Stelle nochmal an die beiden!
Nun braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung, denn warum sollte denn mit dem
Feiern in dieser Woche bereits Schluss sein?
SLM HSV Dresden- Radeberger SV 32:20(15:7)
Die Voraussetzungen für einen Punktgewinn waren Samstag vor Spielbeginn schon schlecht und während der Partie schied auch noch Robert Herrmann mit einer Verletzung aus. Mit 9 Feldspielern wird es verdammt schwer eine Partie in der Sachsenliga zu gewinnen. Dazu fehlte noch die Nummer 1 Wagner. Jedoch fangen wir von vorne an.
Gestern, 19:30 Uhr stand die Sachsenligapartie zwischen dem HSV Dresden und dem Radeberger SV an. Man nahm sich viel vor und bereitete sich die Woche auf den Gegner vor. Um es vorweg zu nehmen, dies hat nur suboptimal funktioniert. Der HSV startete mit zwei Toren vom überragenden Akteur Dreßler, ehe Stein in der vierten Spielminute mit einem Dreher das erste Tor für die Gäste erzielte. Danach wurden die Weichen für das Ergebnis gestellt, die Dresdner kombinierten sich fein durch die Reihen durch und schlossen fast immer traumwandlerisch sicher ab. Die Radeberger hatten in der Abwehr keinen Zugriff und bekamen die Gäste einfach nicht zu packen. Torwart Diedrich, welcher begann, wurde sträflich allein gelassen. Auch eine Auszeit von Trainer John brachte keine Besserung. Vom Rückraum der Gäste kam kein Druck und es häuften sich die technischen Fehler, was wiederum zum Ergebnis hatte, dass die Unsicherheit zunahm, was dem HSV noch mehr in die Karten spielte und man so einige Bälle abfangen konnte. So war es erst Schulz, welcher in der 15. Minute das zweite Tor der Gäste erzielte. Bis dahin hatten jedoch die Gastgeber schon acht eigene Treffer erzielt. In den folgenden 15 Minuten blieb der Vorsprung konstant. Die Dresdner spielten auf keinen Fall fehlerfrei, aber wenn die Radeberger mal einen Ball eroberten, dann schmissen sie ihn jedoch gerne auch schnell mal wieder weg. Als Sieberth in der 29. Spielminute noch eine unnötige, für den Schreiberling aber eine zu harte Rote Karte erhielt, waren es nur noch acht Feldspieler.
Die Pause war kurz und intensiv, man wollte sich in der zweiten Halbzeit besser verkaufen. Das positive der ersten Hälfte war, dass der Vorsprung „nur“ acht Tore betrug(15:7).
Nach der Halbzeit änderte sich nicht viel. Die Hauptstädter probierten aufgrund des hohen Vorsprungs nun einiges. So spielte man mal eine 3-2-1 oder im Angriff eine 4-2. Falls es mal was nicht so gut klappte, konnte man sich auf Dreßler verlassen, welcher 12 Tore erzielte. Die entstehenden Lücken in der Abwehr nutzten jetzt die Radeberger auch konsequenter. So konnten einige Tore über die Außen Stein und T. Bellmann erzielt werden. Gerade letztgenannter sei hier positiv zu erwähnen, welcher mit seinen 17 Jahren ein gutes Spiel absolvierte. In der 41. Minute kam es nochmal kurz zu einer Aufregung, als Ciobanu Torhüter Rathmann den Ball von außen auf den Kopf platzierte. Auch hier entschieden die Schiedsrichter auf Rote Karte (nach Schreiberlings Info, auch hier überhart, 2 Minuten wären berechtigt, da der Schütze unbedrängt zum Wurf kam), das Spiel plätscherte so vor sich hin und war zeitweise auch zerfahren. Den Schlusspunkt setzte wieder Dreßler mit einem 7-Meter nach abgelaufener Spielzeit. Das Endergebnis betrug 32:20.
Fazit:
Jetzt sind erstmal Ferien und das nächste Spiel ist am 5.11. gegen den Staffelfavoriten aus Weinböhla. Als viel Zeit die Wunden zu lecken und das Spiel aufzuarbeiten.
Die Leistung war am gestrigen Tag nicht Sachsenligareif, man sollte sich schon einige Gedanken machen, was man verbessern könnte. Trotzdem darf man nicht den Kopf in den Sand stecken, es war nicht die erste und wird auch nicht die letzte Niederlage gewesen sein.
Danke an die Fans. Ca. 30 Schlachtenbummler machten das Spiel akustisch zu einem Heimspiel, sowas würden sich viele Vereine wünschen. Tut uns leid für die Leistung.
Top: Catering in der Halle! Muss auch mal erwähnt werden, Aperol und Crêpes beim Handball ist schon stark.
Zu guter Letzt ein kleines Wort an die Unparteiischen, welche mit der Niederlage sicherlich nichts zu tun haben. Das haben die Radeberger ganz allein verbockt. Jedoch gehört laut Meinung des Schreiberlings auch die Kommunikation zum Pfeifen dazu. Und wenn man mit den Unparteiischen nicht ein Wort wechseln darf/kann, ohne böse Blicke zu ernten und man keine Antworten auf Fragen bekommt, finde ich es schon schade und trübt die Leistung ein wenig. Aber dies ist nur eine Meinung des Schreiberlings, welcher auf dem Feld stand und gerne kommuniziert.
HSV Dresden- Radeberger SV
Wenn der Schreiberling diesem Bericht den HSV erwähnt, ist er in den Gedanken beim heutigen Stadtderby in Hamburg, wo Hamburg hoffentlich weiterhin schwarz-weiß-blau bleibt. Jedoch soll es hier nicht um das wohl schönste Stadtderby Deutschlands gehen, sondern um den 5. Spieltag der Sachsenliga, wo die Männer um Trainer John beim HSV aus Dresden zu Gast sind.
Die Gastgeber sind seit Jahren eine feste Größe in der Sachsenliga und bestreiten diesen Weg, untypisch für eine Sachsenligamannschaft, fast ausschließlich mit Spielern der eigenen Jugend. Die gute Jugendarbeit ist der Grund für den stetigen Erfolg. Chapeau.
Vor der Saison wurde in Dresden der Trainer gewechselt. Der langjährige Trainer Salm wurde abgelöst durch Paul Junghans.
Aktuell stehen die Männer aus der Landeshauptstadt mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem vierten Tabellenplatz. Alle Saisonspiele waren besonders knapp und man gewann/verlor drei der vier Partien nur mit je einem Tor. Spannung sollte also vorprogrammiert sein. Besonders auf Rückraumschützen Dreßler ist zu achten, welcher einen Schnitt von fast 10 Toren pro Spiel vorweisen kann. Jedoch strahlt der HSV von allen Positionen Gefahr aus und die junge Mannschaft ist top ausgebildet.
Die Radeberger spielten jetzt einige Jahre in der Verbandsliga Ost gegen die zweite Vertretung der Hauptstädter. Aktuell plagen den Aufsteiger weiterhin die Verletzungssorgen. Immerhin kehrt mit Bellmann diese Woche wieder ein weiterer Spieler aus dem Lazarett zurück. In der Woche nach dem verlorenen Spiel gegen Hoyerswerda wurden die Fehler aufgearbeitet und man versucht die nächsten Pluspunkte gegen den Abstieg zu sichern. Anpfiff wird Samstag, 19:30 Uhr in der Gaming Halle sein. 17 Uhr spielen die zweiten Vertretungen gegeneinander. Auch hier freuen sich die Männer auf jeden Zuschauer, welche die Gäste unterstützt.