SLM: Radeberger SV – Germania Zwenkau 26:33 (13:14)

Radeberger SV – Germania Zwenkau 26:33 (13:14)

Sachsenliga, machs guddi.
Samstag ca. 19.30 Uhr herrschte Gewissheit, nächstes Jahr wird die erste Männermannschaft wieder in der Verbandsliga Ost antreten und auf die bekannten Mannschaften Rietschen, Pulsnitz usw. treffen (home sweet home). Zwar sind noch zwei Partien zu bestreiten, jedoch müsste man beide gewinnen, um auf den 11. Tabellenplatz zu klettern. Dieser reicht in der Theorie auch nicht, so müsste man hoffen, dass Freiberg erste Männermannschaft aus der Mitteldeutschen Oberliga absteigt (damit die 2. Aus der Sachsenliga absteigen muss), was aber aktuell nicht so aussieht. Außerdem dürfte aus der Verbandsliga West keiner aufsteigen wollen. Also ziemlich viele Variablen. Natürlich wünscht sich der Schreiberling nicht, dass Freiberg absteigt, denn die erste gehört schon in die Mitteldeutsche. Und seien wir mal ehrlich Man hätte auch einfach selbst paar Punkte mehr holen können. Wo wir eine geniale Überleitung zum Samstag geschaffen haben.

KJS Dresden – Radeberger SV 31:30(18:12)


Am Samstag traten die Bierstädter die kurze Reise in die Hauptstadt an, gegen den dort heimischen Verein KJS zu spielen. Angekommen in der Halle, wurde sich noch schnell ein Kaffee bei den Basketballern geholt, welche vorher in der Halle waren. Man war sich bewusst, dass man beim Favoriten punkten muss, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. Sicherlich kein einfaches Unterfangen, denn die Hausherren stehen aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und haben vergangene Woche bei der zweiten Vertretung von Aue gewonnen. Trotzdem hat man noch gute Erinnerungen an die Duelle in der Vergangenheit, so konnte man in der Verbandsliga sogar gegen die Dresdner gewinnen.
Zum Aufwärmen gab es dann feinsten Deutschpop auf die Ohren. Und als dann nach dem Einlaufen der Heimmannschaft vom Investor/Gründer/Besitzer des Vereins verkündet wurde, dass ein Spieler seinen Vertrag um 3 Jahre verlängert hat, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Da fühlt man sich schon ein wenig wie bei einem Aprilscherz zum 1.4.. Na ja, Glückwunsch zu drei weiteren Jahren bei dem Verein.
Vielleicht war das aber alles nur Taktik, um die Radeberger einzuschläfern? Es schien jedenfalls gewirkt zu haben. Zwar konnte man den Beginn noch offen gestalten, so stand es 2:2 nach sechs Minuten. Danach wurden jedoch die Probleme der Radeberger sichtbar. Man strahlte zu wenig Gefahr aus dem Rückraum aus und so waren die Würfe leichte Beute für den Hüter der Hausherren. Außerdem war man an diesem Tag in der Abwehr zu langsam. So konnten die Gäste ihre Führung schnell auf fünf Tore ausbauen. Beim Stand von 10:5 zog Coach John die Auszeit und versuchte seine Männer nochmal einzustimmen. Zwar kam man nun in Angriff besser zurecht, indem man die Außen ins Spiel brachte, jedoch fabrizierte man trotzdem noch zu viele leichte Fehler, welche die Hausherren in Konter ummünzten. Auch die in der letzten Woche so starken Hüter bekamen keine Hand an den Ball. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand bis auf 8 Tore(17:9), welchen man noch auf 18:12 bis zur Halbzeit verkürzen konnte.
Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Radeberger sich wie ausgewechselt. Man konnte sich in der Abwehr einige Bälle erkämpfen. Durch eine offensivere Abwehrformation unterbrach man den Spielfluss der Hausherren. Im Angriff wurde indessen mit mehr Tiefe gearbeitet und die Bälle auf die guten Außen Daferner und Stein gespielt, welche sicher trafen. In der 42. Minute war man wieder auf zwei Tore herangekommen. Danach schlichen sich jedoch wieder einige Fehlwürfe ein und KJS konnte nochmals auf fünf Tore davonziehen (27:22;48. Minute). Doch an diesem Tag gaben die Radeberger nicht auf und kämpften sich wieder heran. In der 56. Minute gerieten die Hausherren in doppelte Unterzahl. Was sie jedoch mit ihrer Erfahrung gut über die Zeit brachten.
Nun versuchte man es durch eine Manndeckung den Ball zu erkämpfen und so war es Fährmann, welcher 50 Sekunden vor Abpfiff den Anschlusstreffer herstellte. KJS reagierte, nahm eine Auszeit und versuchte die Zeit herunterzuspielen. Jedoch kamen die Radeberger nochmals in Ballbesitz, mit 15 Sekunden auf der Uhr. Coach John zückte seine letzte Auszeit, brachte den 7. Feldspieler. Der angesagte Spielzug misslang jedoch und den folgenden Freiwurf unterbunden die Gastgeber geschickt, indem man keine 3 Meter einhielt. Aus Schreiberlings Sicht ein klarer 7-Meter, was die sonst guten Schiedsrichter anders sahen. Mit einer verbleibenden Sekunde konnte nur noch ein direkter Freiwurf ausgeführt werden, welcher im Block landete.
Am Schluss verlor man das Spiel durch eine desolate erste Hälfte. So kann man wieder nur sagen, „gut gespielt, leider keine Punkte geholt.“ Vielleicht ist das jedoch die letzte Qualität, die den Radebergern fehlt. Von guten Spielen kann man sich leider nichts kaufen. Nun stehen noch 3 Spiele an, welche man eigentlich gewinnen muss, um noch eine Chance zu haben. Wenn man jedoch in 19 Partien vorher nur 4 Siege holt, ist das Szenario doch recht unwahrscheinlich. Nun steht eine Woche Pause an, bis man Germania Zwenkau empfängt.

Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner(beide Tor), Richter, Sieberth(2), Schulz(3), Röseler(4/4), Masula(1), Bellmann(2), Daferner(4), Fährmann(3), Guhrenz(2), Stein(7), KempeDorschner(2)

SLM HSV Weinböhla – Radeberger SV 33:30(16:16)


Nach der Niederlage im Abstiegsduell gegen den HSV Dresden vergangene Woche stand für die Radeberger Männer eine Partie beim HSV Weinböhla an. Die Vorzeichen standen nicht sonderlich gut, da auf Radeberger Seite einige Ausfälle zu beklagen waren. Außerdem ist der gegnerische Kader mit Spielern bestückt, welche in ihrer Karriere schon ganz andere Aufgaben gemeistert haben. Jedoch tat vielleicht genau dies den Bierstädtern ganz gut und man konnte ohne große Erwartungshaltung frei aufspielen. Genau mit dieser Einstellung erreichte man achtsame Ergebnisse gegen Plauen und Aue.
Nach dem erfreulichen Sieg der Frauen (Glückwunsch) pfiffen die Schiedsrichter 19 Uhr die Partie an. Top motiviert legte man los und ging nach gewonnen Ball auch gleich in Führung. Die Gäste legten immer wieder ein Tor vor und brachten den Favoriten zum Nachdenken. Man schaffte es durch die zweite Welle einfache Tore zu machen, oder spielte die Angriffe geduldig aus. So konnte man in der 11. Minute erstmals mit 2 Toren in Führung gehen(5:7) selbst eine Zeitstrafe für den starken Guhrenz brachte kein Abriss. So profitierte die Abwehr auch vom eingewechselten Wagner, welcher vor allem von Außen überragend hielt. Die Gastgeber benötigten einige Zeit und kamen vor allem in der Umkehrbewegung über den nicht zu haltenden Riedel wieder in das Spiel und gingen erstmal in der 20. Minute 13:12 in Führung.
Trainer John nahm eine Auszeit und brachte Fährmann, welcher den bis dahin starken Schulz ablöste. Die letzten vier Tore erzielt alle Röseler vom Strich aus, was auch zeigte, dass die Radeberger, anders als in der Vorwoche, in die sich bietenden Lücken gingen.
16:16 Halbzeit, den Favoriten bis dahin mächtig geärgert, Ballbesitz und noch 13 Sekunden Überzahl.
Doch der Start ging schief, man verwarf gleich, kassierte ein Gegentor und produzierte in der Vorwärtsbewegung einen TRF, sodass man gleich mit zwei Treffern ins Hintertreffen geriet. Trainer John nahm seine Auszeit und schwor seine Männer nochmals ein. Trotz einer Unterzahlsituation schafft man den 19:19 Ausgleich. Bis zur 40. Minute konnte man die Partie ausgeglichen zu gestalten. Danach wurde der Hüter der Heimmannschaft zum Faktor und nahm den Radebergern einige freie Bälle weg. Außerdem kamen die Außen Boese und Nguyen besser ins Spiel. In dieser Phase war es wieder der starke Wagner, welcher die Gäste in Schlagdistanz hielt. Nach einem zwischenzeitlichen 26:22 Rückstand besannen sich die Gäste. An diesem Tag gaben die Radeberger nicht auf und kämpften sich bis zur 52. Minute wieder auf 29:27 heran. Die Stimmung wurde hitziger und auch das Heimpublikum an den Trommeln zeigte sich wieder von ihrer besten Seite und pöbelte auf alle, die sich in Weiß auf dem Spielfeld bewegten. Leider bekam man in der Abwehr nicht mehr den nötigen Zugriff und auch eine Manndeckung gegen die Aufbauspieler brachte keine Wende mehr. Als in der 59. Minute Weinböhla einen 7 Meter zugesprochen kam, fand das Sportfreund Stein wortwörtlich und lautstark „lächerlich“ und durfte sich noch unter die Zuschauer mischen.
Weinböhla traf den fälligen 7 Meter und feierte ausgelassen den 33:30 Sieg.
Fazit: Gut gespielt, trotzdem bedauerlicherweise keine Punkte mitgenommen. Rückblickend betrachtet, fehlten nur Nuancen, um beim Favoriten zu punkten. Ungünstigerweise schafft man es oftmals nur gute Leistungen abzurufen, wenn man „ohne“ Druck spielt. Trotzdem sollte man die positiven Aspekte mitnehmen, bevor es in zwei Wochen gegen LVB Leipzig wieder um 2 Punkte geht. Danke an die zahlreich erschienen Zuschauer, welche uns super unterstützt haben.
Hier noch eine kleine schöne Geschichte, was den Handball so ausmacht und ihn von anderen Sportarten unterscheidet (natürlich nicht ganz subjektiv). Es war sicherlich schon eine Stunde nach Abpfiff, die Halle schon fast leer, das Spielfeld dunkel und die Bummelletzten (meistens Linkshänder) gingen gerade duschen. Als dann die beiden Unparteiischen bei uns vor der Kabine standen und erzählten, dass bei ihnen die Duschen nicht funktionierten und fragten, ob sie hier mit duschen könnten. Natürlich durften sie, man wertete nochmal die lächerliche ;) Szene aus und ging im freundlichen Auseinander. Kein Streit, keine Beschimpfungen und irgendwie muss der Schreiberling ja auch zugeben, dass sie ganz gut gepfiffen haben.

Für den RSV spielten: Diedrich, Wagner, Rathmann(alle Tor), Richter(1), Schulz(5), Röseler(8/8), Masula(2), Bellmann(2), Fährmann, Guhrenz(4), Stein(4), Kempe(1), Dorschner(3)