Vorschau SLM Radeberger SV- HSG Freiberg II.

Der letzte Tanz,
am Samstag findet das letzte Heimspiel des Kalenderjahres statt und es gibt ein Bierstadtduell. Für unsere Freunde des ESV's würde der Gewinner sofort feststehen?! Doch zum Glück geht es hier nicht um Geschmäcker, sondern um einen handballerischen Vergleich. Und dort wollen die Männer um Kapitän Fährmann die ersten zwei Pluspunkte der Saison in der heimischen Halle einfahren.
Zu Gast wird die 2. Vertretung der HSG Freiberg da sein. Aktuell befindet sich der Aufsteiger aus der Verbandsliga West aufgrund der besseren Tordifferenz einen Platz vor dem RSV und somit (voraussichtlich) auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Man konnte genauso wie die Radeberger bei Germania Zwenkau gewinnen. Die Erzgebirgler können mit Matschos auf einige höherklassige Erfahrung zurückgreifen. Außerdem werden regelmäßig einige Akteure der Mitteldeutschen Oberliga eingesetzt. Da die erste Männermannschaft jedoch fast zeitgleich ein Heimspiel austrägt, welche auch jeden Punkt benötigt, ist diese Variante sehr unwahrscheinlich. Die Gäste zeichnet das schnelle Spiel, sowie variable Deckungsvarianten aus. Zuletzt setzte es eine hohe Niederlage beim EHV Aue, welche die Radeberger noch im Januar vor der Brust haben.
Die Männer um Trainer John feierten letzte Woche einen befreienden Sieg gegen Zwenkau und wollen den Dezember mit den ersten Heimpunkten „veredeln“. Unter der Woche feilte man an seinen Schwächen und bereitete sich auf die anstehende Partie vor. Leider ist aufgrund der umgehenden Grippe fraglich, ob alle Spieler am Wochenende auf der Platte stehen werden. Durch einen Heimsieg würde man weiter den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld halten. Dann würde das beste Bier der Welt danach wohl noch ein bisschen besser schmecken ;)

SLM Germania Zwenkau - Radeberger SV 22:23(9:12)

Advent, Advent ein Lichtlein brennt,
doch was die Radeberger Männer am gestiegen Tag abbrannten, war ein richtiges Feuerwerk. Aber lasst uns von vorne beginnen.
Es ging es für die Männer um Kapitän Fährmann nach Zwenkau. Die Tabellensituation versprach ein spannendes Spiel. Beide Mannschaften benötigten unbedingt die Punkte, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Angekommen in der Stadthalle Zwenkau gab es noch für jeden einen Kaffee (großes Lob an die Klause in der Halle) und dann ging es auch schon in die Kabine. Personell konnte Coach John fast aus dem Vollen schöpfen. Die Halle war gut gefüllt und die Radeberger starteten energisch in die Partie. Dass es Dorschner war, welcher erst nach knapp 6 Minuten das erste Tor der Partie erzielte, lag daran, dass zu dem Zeitpunkt Radeberg schon zwei Mal vom 7-Meter Strich scheiterte. Auf der anderen Seite war es Wagner, welcher in den Anfangsminuten stark aufspielte. Die Radeberger zeigten eine aufopferungsvolle Abwehrarbeit, welche die Gastgeber ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Zwar erzielte Sportfreund Stephan das zwischenzeitliche 3:3 in der 11. Minute, danach blieben die Zwenkauer jedoch sechs Minuten ohne eigenen Treffer. Die Radeberger spielten sich in einen kleinen Rausch und führten 3:8. Vorne fand man immer wieder die Lücken, welche mindestens zu einem Strafwurf führten, oder man spielte die Angriffe lange aus und kamen am Schluss aus dem Zeitspiel über Dorschner zum Torerfolg. Zwischenzeitlich war der Vorsprung bis auf sechs Tore angewachsen(5:11). Dies lag vor allem daran, dass die Bierstädter kaum einen technischen Fehler produzierten.
Nach einem Torhüterwechsel kamen die Gastgeber nun auch besser in die Partie und verkürzten vor allem über die starken Außen auf 9:12. Dies war auch der Halbzeitstand. Angesichts der guten ersten Halbzeit gab es nicht viel zu kritisieren für den Trainer und man startete motiviert in die 2. Hälfte.
Diese begann jedoch denkbar unglücklich für die Gäste. Dorschner kassierte eine berechtigte Zeitstrafe und Zwenkau verkürzte. Die Unterzahlsituation überstanden die Radeberger jedoch gut und stellten in der 35. Minute durch Schulz wieder den drei Tore Vorsprung her. Danach leistete man sich einige technische Fehler im Angriff, welche sofort bestraft wurden. So brachte auch eine Auszeit durch John keine Besserung und Zwenkau glich in der 39. Spielminute aus. Bei den Gastgebern lenkte vor allem Schubert auf der Mittelposition das Spiel überragend und fand oft die passende Lösung. In der 44. Minute brachte Stephan die Gastgeber mit dem 17:16 das erste Mal seit dem 2:1 wieder in Führung. Die Radeberger drohten die Partie aus der Hand zu geben, jedoch fielen sie nicht auseinander, sondern kämpften sich in die Partie zurück. Lobend sei hier vor allem der starke Mittelblock Kempe/Fährmann zu erwähnen, welche defensiv einen starken Job machten. Beim Stand von 20:19 erhielten die Gastgeber zwei Zeitstrafen, was die Radeberger ihrerseits doppelt über den Außen Stein gut ausspielten. In der 52. Minute erhielt dieser dann jedoch eine Zeitstrafe, welche Radeberg wieder schadlos überstand. Beiden Mannschaften merkte man die Anspannung an und es entstanden nur noch selten klare Wurfgelegenheiten. Eine entscheidende Szene war sicherlich die Doppelparade von Wagner, welcher erst den 7-Meter hielt und den Nachwurf gleich mit. 90 Sekunden vor Ultimo war es wieder Stein, welcher das 22:23 erzielte. Danach unterlief den Gastgebern ein technischer Fehler und so hatten die Radeberger 50 Sekunden bei eigenem Ballbesitz noch zu überstehen. In der genommenen Auszeit wurde nochmal das Vorgehen besprochen. Parteiball, wie man es gefühlt jede Woche im Training spielt. Dies klappte sagen wir, eher semioptimal und Zwenkau kam 20 Sekunden vor Ende nochmal in Ballbesitz. Diese schafften es jedoch nicht mehr den Ball gefährlich auf das Tor zu bringen und auch der direkte Freiwurf blieb im Block hängen.
Danach kannte die Freude bei den Bierstadthelden keine Grenzen mehr und man konnte endlich die rote Laterne abgeben. Nächste Woche hat man dann die Zweite Vertretung aus Freiberg zu Gast, was auch wieder ein 4 Punktespiel sein wird.
Vielen Dank an die Fans, welche uns wieder lautstark unterstützt haben. Endlich gabs mal was zu feiern!
Der Schreiberling weiß, dass Schiedsrichterbewertungen immer recht subjektiv sind, aber auch hier mal lobende Worte an die beiden Unparteiischen aus Thüringen.

Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter(n.e.), Sieberth(1), Schulz(7/5), Röseler, Bellmann(2), Fährmann(1), Stein(5), Herrmann, Kempe, Dorschner(7)

Vorbericht SLM

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…und…Moment mal: der Spielbetrieb läuft noch? Es ist mittlerweile Dezember und während in den vergangenen beiden Jahren die Hallen zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen waren und die Radeberger Handballer sich in der Kälte bei Laune halten mussten, beginnt für sie nun die erste ganz heiße Phase der aktuellen Saison. In den kommenden zwei Spielen gilt es, endlich wieder Punkte auf das Habenkonto zu holen. Der erste Gegner, der sich diesem Vorhaben entgegen stellt, ist am kommenden Samstag um 18 Uhr auswärts Germania Zwenkau.

SLM: Radeberger SV – KJS-Club Dresden 23:39 (11:18)


Nach der Niederlage in Leipzig stand für die 1. Männermannschaft des RSV am
vergangenen Samstag wieder ein Heimspiel gegen den KJS-Club aus Dresden auf dem
Plan. Ein Verein, der den Radeberger Spielern und Fans bestens in Erinnerung geblieben
ist, nachdem in der abgebrochenen Saison 2019/20 damals dem Rivalen aus Dresden der
Vortritt zum Aufstieg in die Sachsenliga gewährt werden musste. Eine Geschichte, die in
einem Vorbericht noch detaillierter geschildert hätte werden können, der diesmal jedoch
versäumt wurde (wir geloben Besserung). Eine Rechnung hatten die Bierstädter auf jeden
Fall noch zu begleichen und als der nachfolgende Aufsteiger wollte man dies nun eben eine
Liga höher tun.
Die Vorbereitung darauf begann zunächst mit der ausführlichen Aufarbeitung der
Geschehnisse in Leipzig, richtete sich jedoch rasch der mit zahlreichen tschechischen
Spielern gespickten Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Die Einschätzung ihres
spielerischen Niveaus fiel etwas schwierig, weil die Gegner in dieser Saison vier Spiele in
Folge absagen bzw. verlegen mussten, wodurch sie mit zwei Siegen und einer Niederlage
noch in der unteren Tabellenhälfte positioniert waren. Eben jener Punktverlust kam
allerdings äußerst knapp gegen den Ex-Oberligisten aus Aue zustande, weshalb die Männer
um Coach John vorgewarnt waren.
Das Spiel begann glücklicherweise wieder mit einer dichter besetzten Bank der Gastgeber
und dem ersten Ballgewinn für die Radeberger Abwehr, welcher jedoch Sekunden später in
einem leicht abgefangenen Konterpass und damit einer leichtfertig vergebenen Chance auf
einen eigenen Torerfolg endete. Diese Situation war symptomatisch für die erste Halbzeit.
Sobald die RSV-Defensive sich geordnet hatte, machte man es den Gästen sichtlich schwer,
Tore zu erzielen. Allerdings kam es nach ausgeglichenen 10 Anfangsminuten immer öfter
dazu, dass man durch unvorbereitete Abschlüsse und technische Fehler die Dresdner zu
schnellen Tempogegenstößen einlud. Dies sorgte beim Stand von 3:7 für die erste Auszeit
durch Carsten John, die zunächst Wirkung zeigen sollte. Mit frischem Wind gelang es, den
Abstand nochmals auf ein Tor zu verkürzen und die Stimmung in der gut besetzten BSZ-
Halle wieder anzuheizen. Was sich danach jedoch abspielte, sorgte für kurzzeitige
Ernüchterung im heimischen Fanblock. Innerhalb von zweieinhalb Minuten gelang der Ball
fünfmal in die Hände der Dresdner und kurze Zeit später musste Jakob Wagner den Ball aus
den Maschen des Tors hinter sich befreien.
Beim Stand von 8:16 sah sich der Heimtrainer schließlich dazu gezwungen, erneut die grüne
Karte zu zücken, um der Mannschaft 60 Sekunden Bedenkzeit und weitere Anweisungen für
das Spiel zu geben, die bis zum Halbzeitpfiff ordentlich umgesetzt werden konnten. In der
Pausenansprache lag das Hauptaugenmerk folgerichtig auf den eigenen Fehlern im Angriff,
die es abzustellen galt, wenn man in diesem Spiel noch eine Aufholjagd starten wollte. Doch
was in der zweiten Hälfte auch versucht wurde, der Fehlerteufel wollte schlicht nicht weichen
und lies die gelungenen Aktionen, welche natürlich nicht gänzlich ausblieben, in den
Hintergrund rücken. Mehr bleibt dazu nicht zu sagen, als dass die routinierten Gäste ihren
Vorsprung bis zur Schlusssirene kontninuierlich zum 23:39 Endstand ausbauten und sich
verdientermaßen von ihren mitgereisten Fans feiern ließen. Auf der anderen Seite gab unser
treues Heimpublikum sein bestes, um die geknickten Bierstadthelden wiederaufzubauen. Ihr
seid wirklich großartig!
 
Am kommenden Wochenende steht nun ein erstes Kräftemessen mit einem weiteren
Ligakonkurrenten an, allerdings im Rahmen des Landespokals. Die Männer des RSV reisen
am Samstag zur zweiten Mannschaft der HSG aus Freiberg und spielen um den Einzug ins
Achtelfinale.
Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann, Diedrich - Richter (2), Sieberth (4), Schulz (1),
Röseler (3/2), Bellmann (1), Fährmann (3), Stein (1), Herrmann (2), Kempe (1), Dorschner
(5)