SLM Radeberger SV- Koweg Görlitz

Michel,
alle die diese Partie live verfolgt haben, bräuchten jetzt nicht weiterlesen, jedoch gab es auch einige wenige die nicht in der Halle waren und so müssen wir die Sache doch seriös aufarbeiten.
Samstag, 18 Uhr, stand die erste Partie der Rückrunde an. Zu Gast waren die Ostsachsen aus Görlitz, welche den Radebergern im Hinspiel gezeigt haben, was es bedeutet in der Sachsenliga zu spielen. Nun wollten es die Gastgeber besser machen und versuchen 2 Punkte in Radeberg zu behalten.
Personell mussten die Radeberger auf ihren Coach John verzichten, welcher familiär eingebunden war. Dieser wurde jedoch vertreten durch das Gespann Gnädig/Käppler. Man ging mit dem Vorsatz in die Partie, mit der Vorgabe gleich da zu sein, was trotz einiger Verspätung des Anpfiffs auch gelang. Man zwang die Neißestädter oftmals in den Positionsangriff und konnte diesen auch gut verteidigen. So stand es nach acht gespielten Minuten 2:2 und verpasste es durch einen verworfenen 7-Meter sogar in Führung zu gehen. Doch schon da zeichnete sich das Duell des Tages ab. Radeberg vs. Gästehüter Michel, welcher gar nicht mehr erste spielt, sondern eigentlich nur noch in der M2 und M3 bäppelt. Die Radeberger spielten vorne konzentriert, zogen in die Lücken und trafen einfach das Tor nicht. Auf der anderen kamen die zwei Legionäre der Neißestädter besser in die Partie und überzeugten durch ihre individuelle Klasse. So war es erst F. Bellmann, welcher den Lauf der Gäste mit dem 3:8 in der 23. Minute unterbrach. Danach konnte man die Partie ausgeglichener gestalten und kassierte leider noch mit dem Halbzeitpfiff das 6:13.
In der Kabine schaute man sich an und war sich sicher, dass man nicht die schlechtere Mannschaft sei. Die Chancen waren da, man müsse sie nur nutzen und war gewollt nach der Pause es besser zu machen.
Dass es dann jedoch bis zur 40. Minute dauerte, bis Fährmann den „Bann“ brach, war schon absurd. Man erarbeitete sich weiterhin die Chancen, zog die Abwehr gut auseinander, spielte auch im Umkehrspiel schneller als die Gäste, aber Michel hielt und hielt. So waren es bis zur 40. Minute 20!!! Paraden, welche durch gute Wurfchancen zunichtegemacht wurden.
Ab der 50. Minute setzte sich Michel nun auf die Bank und Radeberg konnte dann doch noch treffen. Außerdem hielt der eingewechselte Rathmann auch einige freie Bälle. So konnten die „Jungspunde“ auf Radeberger Seite, ihr Können unter Beweis stellen und Ergebniskosmetik betreiben. So war es auch u. A. J. Mandelka, welcher sein erstes Sachsenligator erzielen konnte! Glückwunsch. Hoffentlich folgen noch viele weitere.
Fazit:
Der Schreiberling ist immer noch hin- und hergerissen.
Die Gäste gewannen die Partie völlig verdient. Falls der Bericht es anders vermuten lässt.
Man lag zwischenzeitlich mit 13 Toren hinten, trotzdem kann der Schreiberling nicht komplett unzufrieden sein, weil man doch irgendwie eine „gute“ Partie ablieferte. Man kassierte nur 26 Gegentore, was für eine Sachsenligapartie völlig ok ist und man auch gewinnen könnte. Man erarbeitete sich die Chancen, auch durch einen guten Angriff, aber versagte komplett vor dem Tor. Wenn man nur die Hälfte aller klaren Chancen reinmacht, dann kann man die Partie auch gewinnen. Was bleibt, sind leider keine Punkte.
Michel sollte nun wirklich seine Karriere bei der M1 beenden, besser wird’s nicht ?
Positiv sei jedoch anzumerken, dass man sich nicht aufgab und auf dem Spielfeld trotzdem eine Einheit bildete. Außerdem zeigten die jungen Spieler wieder ihr Potenzial.
Vielleicht hat man auch alles „Wurfpech“ jetzt an einem Tag gehabt und trifft ab nächster Woche alles.
Nächste Woche geht’s nach Plauen, was als Zusatzspiel gesehen werden sollte, bevor es in 2 Wochen gegen Zwönitz wieder heiß hergehen wird. Die Gäste werden noch eine Rechnung offen haben, nachdem die Radeberger dort ihre ersten Zwei Punkte in der Sachsenliga erkämpft hatten.
Für den RSV spielten: Wagner, Rathmann(beide Tor), Richter(3/2), Sieberth(1), Schulz(1), Röseler(2/1), Mandelka(1), Bellmann(4), Daferner(1), Guhrenz, Fährmann(3), Stein(1), KempeDorschner

Vorschau SLM EHV Aue II. - Radeberger SV

Run into the new year,
lebt denn der alte Schreiberling noch, Schreiberling noch, Schreiberling noch? Jaaaa er schreibt noch, er schreibt noch, er schreibt noch. Jaaa, er schreibt noch, schreibt noch, resigniert nicht. Doch was passiert hier? Es ist Anfang Januar und eigentlich müsste im schönen (abgesehen von den Farben des heimischen Fußballteams) Erzgebirge Schnee liegen, die Pisten voll sein und überall es nach Glühwein und verbrannter Bratwurst riechen. Doch schaut man mal auf das Thermometer, so werden Sonntag 6 Grad angezeigt und von Schnee mag man gar nicht träumen. Was könnte man also noch so machen? Im Veranstaltungskalender der Stadt findet man jetzt nicht so viel … obwohl, in Limbach-Oberfrohna in der Stadthalle wird 10:30 Uhr „Pittiplatsch-So ein Zirkus aufgeführt“ Ein Muss für Fans des Klassikers. Nur ist dies auch 12 Uhr vorbei und der Sonntag ist noch jung Da würde sich noch ein Besuch in der Therme in Eibenstock anbieten (sehr zu empfehlen). Herrliches Ambiente kann ich sagen. Na ja gut, aber alle wird dies auch nicht abholen, deswegen kann ich euch einen kleinen Geheimtipp geben. 16:30 Uhr steigt das Sachsenligaspiel zwischen der 2. Vertretung vom EHV Aue und den Gästen aus Radeberg. Es wird sogar ein wenig 3. Ligafeeling (hoffentlich bald wieder 2.) aufkommen. So wird das Spiel in der Erzgebirgshalle Lößnitz ausgetragen, wo normalerweise die erste Mannschaft der Erzgebirgler spielt. Ob auch ein paar Akteure der 1. Männermannschaft „aushelfen“ werden, ist noch zu abzuwarten. Die Voraussetzungen stehen jedenfalls gut, oder schlecht, je nachdem auf welcher Seite man steht. Die 3. Liga spielt nämlich erst nächste Woche wieder. Die Auer sind vor der Saison aus der Mitteldeutschen Oberliga abgestiegen und stehen aktuell mit 16:4 Punkten auf dem 2. Tabellenplatz. Zum Saisonstart hatten sie noch einige Probleme sich in der Liga zu akklimatisieren, jedoch gewannen sie die letzten sieben Ligaspiele. Diese mit teilweise recht unterschiedlichen Ergebnissen. So konnte man in Freiberg mit 23:46 gewinnen, andere Partien entschieden sie knapp für sich. Die Mannschaft ist eine junge, gut ausgebildete Mannschaft, welche von allen Positionen gefährlich werden kann. Aktuell stellen sie nach dem Ligaprimus Einheit Plauen den zweitbesten Angriff der Liga.
Die Radeberger stellen im Schnitt den harmlosesten Angriff der Liga und stehen aktuell mit 4:16 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zu den positiven Nachrichten, dass Daferner nun voll einsatzfähig ist, muss man leider den langfristigen Ausfall von Hermann verkraften. Die Mannschaft bereitete sich die Woche intensiv auf den kommenden Gegner vor. Man fährt nach Aue, um die Heimmannschaft möglichst lange zu ärgern und vielleicht gelingt ja die Überraschung, auch wenn die Chancen gering stehen. Die kommenden Partien werden richtungsweisend, so hat man Auswärts die großen Brocken der Liga, wogegen man Zuhause Partien bestreitet, welche man positiv gestalten möchte.
Apropos Richtung. In die andere Richtung geht es am 4.2. nach Hoyerswerda. Nach Hoy wird es die erste Busfahrt der Saison geben. Bei Interesse meldet euch bei den euch bekannten Personen rund um die 1. Männermannschaft. Genaue Zeiten werden noch durchgegeben, voraussichtlich wird die Abfahrt ca. 15 Uhr in Radeberg sein.

Radeberger SV- HSG Freiberg II. 30:32(14:18)

Niederlage im Aufsteigerduell.
Tja, hinterher fragt man sich immer „woran hats gelegen?“ Dies ist wohl recht schnell dem Protokoll zu entnehmen. Man verwarf gegen Freiberg in der gesamten Partie 7 Strafwürfe und traf lediglich 3 Mal von der Linie.
Doch fangen wir von vorne an. Das Aufsteiger(Bierstadt)duell stand in den Startlöchern und beiden Teams war klar, dass man die Zähler für den Klassenerhalt brauchte.
Die Radeberger starteten dieses Mal mit einer vollen Bank in die Partie und konnten die Führung schnell durch Röseler ausgleichen. Trotzdem war zu Beginn gleich der Wurm drin und schnell lag man mit drei Toren im Rückstand. Die Gäste konnten sich zu Beginn auf ihren starken Rechtsaußen verlassen, welcher einen Sahnetag erwischte. Die Radeberger erspielten sich zwar zu Beginn klarste Torchancen, nutzten diese jedoch zu selten. Als die Gastgeber in der 15. Minute den ersten 7-Meter verwarfen, war dies noch kein Drama, so war es auch die Woche davor, nur dort traf man dann sicher, was am Samstag nicht der Fall war. Auch eine Auszeit von Coach John brachte keine Besserung. Nur dem eingewechselte Rathmann war es zwischenzeitlich zu verdanken, dass man nicht weiter hinten lag. Trotzdem bauten die Freiberger ihren Vorsprung kontinuierlich aus und so lag man zwischenzeitlich in der 27. Minute mit 11:17 hinten. Danach bäumte man sich nochmal auf, und erzielte mit dem Pausenpfiff das 14:18.
Vier Tore Rückstand? Das waren genau die 4 verworfenen 7-Meter bis zur Halbzeit.
Zweite Spielhälfte, jedoch genau das gleiche Bild. Die Gastgeber zogen gut in die Lücken, wurden gestoppt, erhielten einen 7 Meter und verwarfen diesen. Bis in der 40. Minute änderte sich an dem Rückstand nur wenig(19:24). Danach sah auch noch zu allem Übel Fährmann die Rote Karte, weil er beim Wurf den Torhüter am Kopf traf. Erst als ca. 10 Minuten später die Gäste auch eine Rote Karte erhielten, Diedrich einige Bälle hielt und mit Richter ein nervenstarker 7 Meter Schütze gefunden wurde, kam man auf 25:27 heran. So schaffte Dorschner mit dem 27:28 zum ersten Mal wieder den Anschluss. Kurz darauf hielt Wagner einen 7 Meter(Déjà-vu?), doch das Ende sollte dieses Mal leider nicht zum Gunsten der Radeberger ausgehen. In den letzten 5 Minuten erhielten die Gäste 3 Zeitrafen. Doch den Gastgebern versagten die Nerven, 2 technische Fehler im Angriff, ein Fehlwurf, in der Abwehr kassierte man in Überzahl einfach Gegentore und vielleicht gingen auch ein paar 50:50 Entscheidungen nicht zum Gunsten des Heimteams aus. 30 Sekunden vor Ende war es trotzdem Bellmann, der das 30:31 erzielte. Jedoch konnten sich die Gäste auf den überragenden Matschos verlassen, welcher das letzte seiner zehn Tore erzielte.
Hätte, hätte, Fahrradkette ... So muss man es sich selber zuschreiben, dass man mit nur 4 Pluspunkten in die Winterpause geht, bevor es Anfang Januar nach Aue geht. Doch am Wochenende steht nochmal ein Leckerbissen an. Samstag, 16 Uhr, im Landskron (das ist nun aber wirklich nicht das beste Bier) Sachsenpokal, reist man zum Tabellenführer der Verbandsliga Ost, zum HVO Cunewalde. Man kennt sich in- und auswendig, was dem Schreiberling vielleicht missfällt. So denkt dieser noch an schöne Partien im verschneiten Schneeberg oder ähnliches. Die Mannschaft hat gerade einen Run und ist sicherlich kein normaler Verbandsligist. So wird eine Partie auf Augenhöhe erwartet. Vielleicht beschenken sich die Radeberger hier nochmal, sonst ist dort im Achtelfinale Schicht im Schacht.