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Montag, 27 Januar 2020 13:44

VL Männer: HSG Riesa/Oschatz- Radeberger SV 23:25 (10:11)

Mit einem Sieg die Tabellenführung behauptet

Am gestrigen Sonntag machten sich die Männer um Kapitän Fährmann auf zum Spitzenspiel in die Nudelstadt Riesa. Der "heiße Ritt" in den Januar geht in die entscheidende Phase.

Um 14 Uhr traf man sich noch gut gelaunt und fuhr mit dem, für das Spiele extra organisierten, Fanbus los. Die gute Stimmung erhielt jedoch einen herben Dämpfer, als man mit dem Bus eine Brücke touchierte. Zum Glück wurde niemand verletzt und es entstand nur ein erheblicher Sachschaden. Man beriet sich, ob man sich in der Lage fühlen würde, dass Spiel durchzuführen oder ob man es aufgrund des Schocks absagen sollte. Man war sich jedoch einig und gab das Motto an "Jetzt erst recht!". Der Ersatzbus, welcher 45 Minuten später eintraf, brachte das Team mit allen Fans sicher in die Halle. Durch die erhebliche Verspätung wurde das Spiel eine halbe Stunde später angepfiffen.

Als das Spiel angepfiffen wurde, war nichts von der Vorgeschichte zu merken. Die Gäste legten einen beeindruckenden Start hin. In der Abwehr wurde gut geschoben und auch gegen den sonst so treffsicheren Rückraum der Riesaer fand man eine Lösung. So konnte man sich schnell auf 2:4 absetzen. Nach zehn Minuten sah sich der Heimtrainer gezwungen seine grüne Karte zu legen, was zu Folge hatte, dass man die Radeberger vor neue Aufgaben im Angriff stellen wollte. In der zwölften Spielminute geschah die wohl spielentscheidende Szene. Der Radeberger Torhüter hielt einen Ball, welcher dann Richtung Seitenlinie rollte. Außerhalb des Sechs-Meter-Kreises stießen er und ein Spieler des Heimteams zusammen. Die Halle kochte und forderte die rote Karte gegen den Torhüter der Radeberger. Die Schiedsrichter sahen jedoch Torhüter Wagner eher am Ball und entschieden somit vollkommen zu recht auf Freiwurf für Radeberg. Ab diesem Moment war Stimmung in der Halle. Radeberg versuchte jedoch weiterhin die Konzentration hoch zu halten und spielte die Angriffe ruhig aus. Als Schulz in der 23. Minute das 5:9 erzielte, betrug der Vorsprung erstmals vier Tore. Doch die Radeberger schafften es nicht die erste Halbzeit abzurunden. Man handelte sich einige dumme Zeitstrafen ein und so schaffte RIO in der 29. Minute den Ausgleich. Erst Sportfreund Sieberth sorgte für die knappe Pausenführung.

In der Halbzeit wurde angesprochen, dass man weiterhin diszipliniert spielen muss, um den Sieg zu holen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schaffte man es nicht sich entscheidend abzusetzen. Man legte mit zwei Toren vor, aber anstatt die Führung weiter auszubauen, ließ man den Gegner oftmals wieder ausgleichen. Einen entscheidenden Anteil daran hatte der Torhüter der Heimmannschaft, welcher einige gute Bälle parierte. So stand es nach 45 Minuten 16:16. Trainer Gnädig bat seine Männer zum Gespräch.
Mit den scheinbar richtigen Worten im Hinterkopf drehten die Gäste auf und warfen innerhalb von zwei Minuten drei Tore. In dieser Phase war es immer wieder Schulz im Angriff, welcher die passenden Lösungen fand. Auf der Seite der Gäste war es vor allem Außen Schubert und Mittelmann Ehrenberg, welche die Partie noch offen hielten.

Als sich RIO in der 53. Minute durch eine rote Karte selbst dezimierte schien das Spiel entschieden. Die Partie hatte viele Kräfte gekostet und die Fehleranzahl wurde höher. Man hielt die drei Tore Differenz und auch eine Manndeckung des Heimteams brachte kein Erfolg mehr ein. In den letzten Minuten hielt zudem Wagner wieder einige wichtige Bälle und so gelang in den letzten drei Minuten nur noch ein Treffer. Beim Stand von 23:25 pfiffen die guten Schiedsrichter die Partie ab und der Jubel bei den Gästen kannte keine Grenzen.

Jetzt heißt es kurz feiern und spätestens morgen wieder volle Konzentration auf den kommenden Gegner, welcher aktuell punktgleich mit den Radebergern auf Rang eins rangiert. Wir hoffen, dass die Leute kommenden Samstag wieder zahlreich in der Halle erscheinen, um den ehrlichen Handball siegen zu sehen.
Fazit:
- Den Gegner auf Abstand gehalten, trotzdem leider den direkten Vergleich verloren.
- Handball vor so einer Kulisse macht Bock! Ca. 300 Leute sahen sich das Spiel am Sonntag an. Danke an alle Zuschauer.
- Part 3 von 4 im heißen Januar geschafft!

Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner(beide Tor), Richter(2), Sieberth(3), Schulz(5), Röseler, Gerstenhauer(3), Masula, Klinkert(4), Fährmann(2), Stein(1), Herrmann, Schott(5), Kempe

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