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Sonntag, 10 Dezember 2023 23:53

VLMO: SV Niederau – Radeberger SV 24:37 (13:19)

 

 

Erfolgreicher Jahresabschluss für die 1. Männer

 

Am zweiten Adventwochenende ging es für die Bierstädter zum letzten Spiel des Jahres 2023 nach Meißen, wo sie der SV Niederau erwartete. Sicherlich keine einfache Aufgabe, denn in der Vorwoche gewannen die Gastgeber noch beim Tabellendritten in Radebeul und gelten generell als heimstarke Mannschaft, die durch ein lautes Publikum unterstützt wird. Auf Radeberger Seite hat das Selbstvertrauen aber durch den 49:18-Derby-Kantersieg gegen Pulsnitz auch einen mächtigen Schub bekommen und nachdem sich alle Spieler in der richtigen Halle eingefunden hatten (die beiden Spielstätten des SVN liegen glücklicherweise nur 200 m voneinander entfernt), erfolgte um 17 Uhr der Anpfiff.

 

Der Beginn der Partie verlief ganz nach dem Geschmack der Gäste aus Radeberg. Die ersten beiden Angriffe konnten direkt mit Torerfolgen abgeschlossen werden und Niederau unterliefen zahlreiche technische Fehler, sodass sie während der ersten sieben Spielminuten nur einen einzigen Torwurf verzeichnen konnten – ein 7m-Strafwurf, der zudem von Jakob Wagner pariert wurde. Beim Stand von 1:4 war dann die RSV-Defensive doch das erste Mal überwunden, worauf eine sehr temporeiche Phase mit sechs Treffern binnen zwei Minuten folgte, in denen keine der Abwehrreihen sich richtig formieren konnte. Das 3:8 durch Jasper Mandalka war schließlich Anlass genug für den Trainer des SVN, nach nur neun Minuten die erste grüne Karte zu ziehen. Damit nahm er den Gästen sprichwörtlich den Wind aus den Segeln, die in der Defensive mit Mängeln in der Zuordnung zu kämpfen hatten, sodass Niederau Schritt halten und mit drei Treffern in Serie sogar auf 6:8 verkürzen konnte. Den offensiv starken Sieberth, Schulz und Höhne war es anschließend zu verdanken, dass dieser knappe Vorsprung aufrechterhalten wurde.

Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann wieder den Bierstädtern, die durch die Einwechslung von Kempe und Dorschner im Mittelblock die Rückraumwürfe der Gastgeber erfolgreich entschärfen konnten und trotz einiger Fehlwürfe das Ergebnis bis zum Pausenpfiff auf 13:19 hochschraubten.

 

Mit nur einem Spielerwechsel sollte das Momentum in den zweiten Spielabschnitt transportiert werden, was allerdings durch zwei Unterzahlsituationen erheblich erschwert wurde. Nutznießer waren die Männer in grün-gelb, welche mit einem 4:0-Lauf auf 17:20 verkürzten, dabei aber mit der dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Disqualifikation für ihren Toptorschützen Haberstock einen herben Rückschlag hinnehmen mussten. Die Unzufriedenheit über diese sowie die nächste Hinausstellung für Niederau nur drei Minuten später taten die Zuschauer mit einem Konzert aus Pfiffen und Buhrufen Kund, welches Jan Schulz mit seinem dritten verwandelten Strafwurf zunächst beendete. Ihren Höhepunkt erreichte die Lautstärke in der Halle dann, als Tobias Haufe den eingelaufenen Spieler der Gastgeber unsanft zu Boden riss und dafür zurecht die rote Karte sah. Der darauffolgende Siebenmeter wurde allerdings zur leichten Beute für Jakob Wagner und zwei Treffer in Unterzahl sorgten dafür, dass sich die Männer des RSV beim Stand von 17:25 in etwas sichererem Fahrwasser bewegten. Da die Schiedsrichter den Gastgebern weiterhin fleißig Zeitstrafen zusprachen (das Verhältnis lag am Ende bei 11:4), konnte dieser Vorsprung erfolgreich verteidigt werden. In den letzten Spielminuten trugen sich dann auch noch T. Bellmann, Rudolph und Dorschner in die Torschützenliste ein und stellten mit einem sicheren Rückhalt des inzwischen eingewechselten Rathmann im Kasten des RSV den 24:37 Endstand her.

 

Somit ist nun also die Hinrunde der Verbandsligasaison 2023/24 abgeschlossen und das kurze Zwischenfazit möchte ich gerne mit einem Zitat des Hallensprechers aus Niederau beginnen: „Wir wünschen dem RSV den Aufstieg, damit wir nächste Saison nicht gegen Euch spielen müssen.“ Nun, danke erstmal, das nehmen wir gerne so mit und werden natürlich auch unser Bestes dafür tun, dieser Bitte nachzukommen. Das Rennen um die Meisterschaft hat sich unterdessen in den letzten Wochen von einem Drei- zu einem Zweikampf zwischen dem SSV Stahl Rietschen und dem Radeberger SV entwickelt. Beide Teams haben die Saison mit einer Niederlage begonnen (Rietschen in Niederau, Radeberg eine Woche später in Rietschen). Beide Teams sind seitdem zehnmal in Folge als Sieger vom Parkett gegangen. Beide Teams und die dazugehörigen Fans werden sich jetzt schon den 10. Februar 2024 dick im Kalender markieren, wenn es zum Rückspiel in der Radeberger BSZ-Halle kommt *Wink mit dem Zaunpfahl*.

 

Bis es soweit ist, sind allerdings noch vier weitere Spieltage zu absolvieren, los geht’s für die Bierstadthelden wieder am 6. Januar beim OHC Bernstadt. Bis dahin wird noch ein wenig trainiert, bevor wir uns in die Weihnachtspause verabschieden. Wir wünschen Euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest, lasst Euch das Essen gut schmecken und kommt gut rüber ins Neue Jahr!

 

Für den RSV gegen Niederau erfolgreich waren: Wagner, Rathmann – Richter (5), Sieberth (9), Schulz (7/3), Lindner (2), Höhne (5), Mandalka (2), F. Bellmann (2), Rudolph (1), T. Bellmann (2/1), Kempe, Dorschner (1), Haufe (1)

RSV User