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Sonntag, 02 Februar 2020 20:50

VLMO Radeberger SV- KJS Dresden 32:35 (16:18)

Spitzenspiel verloren.

Viel wurde geredet, eine Menge Werbung betrieben und über 500 Leute sind erschienen. Ein riesen Dank an alle Zuschauer. Ihr habt einen perfekten Rahmen geschaffen und gezeigt, was in Radeberg möglich ist.

Um perfekt in das Spiel zu gehen, bereitete man sich in dieser Woche gezielt auf den kommenden Gegner vor. Man war sich sicher, dass Trainerschlitzohr Hrib sich was Kreatives überlegt hat, um das Radeberger Spiel zu stören.

Das Spiel begann und die Radeberger fanden nur schwer in die Partie. Die Gäste agierten fast die komplette Spielzeit mit einem siebten Feldspieler und nutzten ihre individuelle Klasse. Radeberg lag schnell mit zwei Toren im Hintertreffen und ließ im Angriff den nötigen Biss vermissen. So fanden auch die ersten Angriffe nicht den Weg ins Tor. Erst nach ca. sechs Minuten fand man besser in das Spiel und schaffte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 5:5. Es gelang jedoch nicht den Spielmacher Wolski in den Griff zu bekommen. Oftmals konnte er zu leicht aus dem Rückraum abschließen oder bediente seine Kreisläufer. Falls man doch mal einen Ball eroberte, brachte man im gesamten Spiel den Ball sechs!! Mal  nicht im verwaisten gegnerischen Tor unter. So konnten sich die Gäste wieder auf drei Tore absetzen (6:9;11:14). Vor der Halbzeit konnte man jedoch nochmal auf ein Tor verkürzen, was auch daran lag, dass man besser in die Lücken ging. Die Schiedsrichter pfiffen beim Stand von 16:18 zur Halbzeit.

In der Halbzeit wurde besprochen, dass wir nur hinten lagen, weil das eigene Spiel zu fehlerbehaftet sei. Man müsste konzentriert spielen, die Chancen nutzen und vor allem sicher nach vorne spielen.

Die zweite Hälfte ähnelte der ersten Spielhälfte.  Die RSV-Männer erarbeitete sich in der Abwehr die Bälle, schmiss diese jedoch zu schnell weg. So sah sich Trainer Gnädig in der 40. Minute gezwungen seine Auszeit zu legen.

Von nun an funktionierte der Angriff besser und vor allem Klinkert zeichnete sich als sicherer Schütze von außen aus. So schaffte man in der 50. Minute den Anschluss auf zwei Tore zum 26:28. Nun bat Trainer Hrib seine Männer zur Auszeit. Danach trumpfte auf der Seite der Gäste vor allem das Duo Guadaitis/Kosmala auf, welche die Radeberger vor unlösbare Probleme stellte. Auf der Seite des Heimteams traten immer wieder dieselben Probleme auf. Den kompletten Nachmittag wurde im Rückraum zu wenig Druck gemacht, die Chancen wurden nicht komplett zu Ende gespielt und man leistete sich einfach zu viele Fehler an diesem Tag. Die Gäste waren am gestrigen Tag immer einen Schritt voraus. So wurde das Spiel beim Stand von 32:35 für die Gäste abgepfiffen.

 Die Enttäuschung war natürlich riesig, das Spiel in diesem wunderschönen Rahmen nicht positiv für sich gestaltet zu haben. Der Sieg der Gäste war an dem Abend verdient, die Radeberger schafften es nicht ihr Niveau auf die Platte zu bringen. Nun heißt es erst mal, Wunden lecken, die Pause nutzen um sich zu regenerieren und sich auf die kommenden Partien vorbereiten. Man befindet sich nun in der Verfolgerrolle und versucht auf Fehler der Konkurrenten zu lauern. Der erste Platz ist jetzt relativ unwahrscheinlich, da die Bierstädter den direkten Vergleich verloren hat.

Zwei kleine  Anmerkungen vom Schreiberling gibt es noch. Ob das der Sinn des Spiels ist, dass man dauerhaft sieben gegen sechs spielt, sei dahin gestellt. Natürlich ist es im Rahmen der Regeln und dadurch ein völlig legales Mitteldies auszuspielen und es gibt nichts Verwerfliches daran. Jedoch bin ich der Meinung, dass es unglaublich unattraktiv für den Zuschauer ist, wenn man Würfe auf das leere Tor sieht und auf der anderen Seite die Mannschaft dauerhaft in Überzahl agiert.

Zu guter Letzt habe ich noch ein Zitat von dem Autor Tommi Schmitt, welcher sich über RB Leipzig äußert. Mit ein bisschen Kreativität weiß jeder was gemeint ist.;)  „Deren Erfolge erinnern mich immer an die Kinder, die früher beim Computerspielen gecheated haben: Klar, du hast jetzt gewonnen, du hast gut gespielt- aber Applaus bekommst du dafür von mir nicht. Ich habe einfach keine Lust mehr, mit dir zu spielen.“ (Tommi Schmitt,11 Freunde Interview)

Für den RSV spielten: Rathmann, Wagner (beide Tor), Richter (1), Sieberth (1), Schulz, Röseler (5/3), Gerstenhauer (6/1), Masula, Klinkert (9), Fährmann (2), Stein (2), Herrmann, Schott (6/1), Kempe

Bericht: D.-B. Stein

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