Am vergangenen Sonntag brachen 9 Gefährten vom Rödertal aus auf, um den einen Pokal zu erringen, um den sich im Sachsenlande alles dreht. Unterstützung bekamen die tapferen Helden dabei von 3 unerschrockenen Lehrmeistern. Vor nicht allzu langer Zeit hatte die Losfee prophezeit, dass eine zahlreiche Truppe aus Nordor, wie der Norden Sachsens in den anderen Gebieten genannt wird, den sagenumwobenen Sachsenpokal erringen will. Macht und vor allem Ruhm in den Hallen des Landes war ihr Ziel. Doch eine kleine Schar von Bierstädtern war auserkoren, ihnen Widerstand zu leisten und die feindlichen Delitzscher zu bezwingen. Nach tagelangem Marsch durch die sächsische Wildnis erreichten sie schließlich ihr Ziel in Nordor und stellten sich dem übermäßigen Gegner.

In der Ballsportarena in Dresden heißen die Gäste des HC Elbflorenz üblicherweise Balingen oder Bietigheim, aber am vergangenen Samstag gastierten die Radeberger in der nahen Landeshauptstadt. Die 1. Vertretung des HC war leider nicht abkömmlich und das Perspektivteam war zum internationalen Kindertag scheinbar auch woanders unterwegs. Also wurde der RSV von der dritten Garde des HC, dem Senior-Junior-Team empfangen.

Tja und da ist so eine Saison auch schon wieder rum. Zum letzten Spiel der Saison luden die Radeberger Handballer die Kollegen aus Zwenkau ein, zu einem hoffentlich versöhnlichen Abschluss der Saison. Sicher abgestiegen war man so oder so bereits, aber man wollte den Zuschauern zeigen, dass wir doch guten Handball spielen können und vielleicht sogar nochmal in der Oberliga 2 Punkte in die Bierstadt entführen können.
Das Spiel beginnt und ist von Beginn an noch recht ausgeglichen. Radeberg geht mit der sich vorgenommenen fairen Härte ins Spiel (die ersten 3 gelben Karten gehen allesamt an die Männer in blau-weiß, das beeindruckt die Gäste tatsächlich) und kommt auch im Angriff zu guten Abschlüssen. Doch mehr als ein 4:5 nach 10 Minuten ist am heutigen Spieltag leider nicht drin. Die Reifen sind runtergefahren, der Tank längst leer. Zwenkau ist das einzige Team mit Spielfreude am heutigen Tag und so steht es nach 10 weiteren Minuten plötzlich 5:12. Radeberg gibt sich nicht auf, aber mehr als ein 9:16 ist zur Halbzeit einfach nicht drin.
Anpfiff zweite Halbzeit und die beiden Mannschaften leisten sich einen regen Schlagabtausch. Der 7-Tore Vorsprung der Gäste hält sich stabil, bis sie nach 45 Minuten und dem Spielstand von 19:26 kurz nochmal ernst machen und auf 20:30 schrauben. Im Großen und Ganzen hält sich dieser 10-Tore-Vorsprung auch bis zum Ende des Spiels, welches dann mit 27:37 austrudelt.
Ihr merkt schon, ich will gar nicht so sehr im Spiel ins Detail gehen. Mir geht es hier nicht ums Ergebnis, sondern um das Drumherum. Mir ist wichtiger, dass man sehen konnte, dass das Team nach den vielen, vielen Rückschlägen, die es in den letzten 8 Monaten einstecken musste, noch immer bereit war zu kämpfen. Wir haben uns in aller Form bei den Zuschauern bedankt, die bei uns standen, obwohl es oft nur magere Handballkost gab. Aber am wichtigsten: Wir konnten unsere Abgänge Ludwig und Flo verabschieden. Jungs, dass ihr geht, tut richtig weh. Wir wünschen euch von Herzen das Beste und viel Erfolg in eurem weiteren Weg. Hier in Radeberg werdet ihr immer als Freunde empfangen werden.
Etwas, das ich unbedingt noch erwähnen möchte: Flo und Ludwig war es vergönnt, die beiden letzten Radeberger Tore der Saison zu werfen- mit freundlicher Hilfe der Gäste aus Zwenkau, die dafür aufs Verteidigen verzichtet haben und das ermöglicht haben. Jungs, das ist eine dermaßen sportliche Geste von euch gewesen, dafür möchte ich gerne persönlich nochmal Danke sagen. Dass ihr den beiden den Abschied, der ihnen gebührt, ermöglicht habt, ist groß. Vielen Dank. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute in der nächsten Oberliga-Saison!

Am Samstagabend, dem 5. April 2025, gastierte der Radeberger SV beim heimstarken dritten Platz der Liga HSV Dresden in deren Halle auf der Gamigstraße. Anpfiff der Oberliga-Sachsen-Partie war um 19:00 Uhr. Die Radeberger reisten fast mit vollem Kader an, Franz Bellmann war wieder einsatzbereit und aus der zweiten Mannschaft verstärkte erneut Jendrik Zimmermann. Verzichten musste Trainer Dennis Käppler lediglich auf seinen Kapitän Jakob Wagner im Tor. Schmerzlich in Erinnerung geblieben ist den Bierstädtern das Hinspiel, in dem sie 50 Minuten lang in Führung lagen, um Ende doch mit 33:36 zu verlieren.