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Dienstag, 13 Oktober 2020 08:33

VL Männer: SC Riesa - Radeberger SV 28:23 (11:10)

Nach dem Spitzenspiel in der Verbandsliga Ost fasst Trainer Gnädig die schmerzhafte Niederlage folgendermaßen zusammen:

„Riesa hat von Minute 1 an den Ton angegeben und verdient das Spiel gewonnen. Wir haben über die gesamte Spielzeit nicht zu unserer Linie im Angriff gefunden und auch im Abschluss zu viele Chancen nicht genutzt. Am Ende haben wir jetzt verdient ein Spiel verloren – nicht mehr und nicht weniger. Wir werden diese Woche konzentriert am Angriff arbeiten und uns auf das Spiel gegen Rietschen vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft kommenden Samstag die passende Antwort geben wird.“

Wie vom Coach angesprochen, ging die Anfangsphase der Partie klar an die Hausherren. Über 3:0 und 6:1 (Minute 10) schien sich ein Debakel anzubahnen. Vor allem die Chancenverwertung des RSV war eine Katastrophe und brachte den Torhüter der Gastgeber hervorragend ins Spiel. Der Rest der ersten Halbzeit darf allerdings als Lichtblick betrachtet werden: Nach einer Auszeit ließ man Riesa nicht einfach gewähren und davonziehen, sondern arbeitete sich mit viel Kampf heran. Zwar scheiterte man weiterhin zu oft von beiden Außenpositionen am Keeper, doch man erarbeitete sich Strafwürfe, sowie eine Rote Karte für die Gastgeber. Röseler verwandelte die 7-Meter-Würfe zuverlässig wie ein Uhrwerk und setzte mit einem solchen auch den Schlusspunkt vor der Halbzeitpause, beim Stand von 11:10. Es war also nach schlechter Anfangsphase wieder alles offen, auch weil Wagner sich entschied, das Radeberger Tor von Minute 17 bis 30 fast vollständig zu vernageln.

„Chancen besser nutzen und Fehler minimieren, dann ziehen wir das Ding noch“ war der Tenor in der Kabine. Bis zum 15:14 (Minute 40) ging es dann zunächst im Gleichschritt weiter, wobei vor allem Fährmann die Bierstädter mit viel Energie am Leben hielt. Leider war in Punkto Chancenverwertung immer noch kein Aufwind zu spüren, während Riesa konstant Tore warf und somit einen Run bis auf 19:14 (Minute 44) schaffte, ein Rückstand von welchem sich der RSV nicht mehr erholen sollte (Endstand 28:23).

Fazit: Die Quote der Außenspieler, normalerweise eine wichtige Stärke des RSV, war in diesem Spiel leider unterirdisch, wodurch es natürlich sehr schwer wird ein Spitzenspiel zu gewinnen. Riesa hat somit ein faires Spiel, welches von den Unparteiischen souverän geleitet wurde, verdient für sich entschieden. An dieser Stelle daher herzliche Glückwünsche an die Mannschaft. Ob man als Verein ohne Reaktion und Konsequenz zulassen sollte, dass die Gäste von der Tribüne lauthals als „Radeberg, Hurensöhne“ besungen werden, ist allerdings eine andere Frage.

Es gilt jetzt sich aufzurappeln, denn ein Spiel entscheidet keine Saison, vor allem wenn es noch ein Rückspiel in Radeberg zu gewinnen gilt!

RSV spielte mit: Wagner, Rathmann (beide Tor), Richter (3), Jan Schulz (3), Röseler (6/5), Gerstenhauer, Masula (1), Klinkert (1), Fährmann (4), Stein (3), Hermann, Kempe (1), Jens Schulz (1)

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