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Montag, 14 September 2020 22:00

17 Versionen bis zum großen Wurf

Ein (Rück-)Blick hinter die Kulissen der Spieltagsplanung

„Was? Nur 5 gemeinsame Heimspieltage der Frauen und Männer in der Verbandsliga! Das ist doch Mist!“ Mit dieser unschönen Überraschung beginnt am 8. Juli die erste Phase der Spieltagsplanung. Einen Tag später ist die Schlüsselnummer der Frauen geändert und wir haben die Zahl auf 8 von 10 möglichen Heimspielen erhöht.

Die Paarungen der Sachsenligen männliche Jugend C und weibliche Jugend D sind auch bekannt. Die Excel-Liste mit allen Begegnungen beginnt zu wachsen. Bei den Jungs passt es. Bei den Mädels liegen 3 Heimspiele auf Auswärtswochenenden der Erwachsenen. Das mag Max als Schiedsrichteransetzer nicht besonders. Es gibt also Optimierungsbedarf.

Am 18. Juli kommen die Rahmenpläne des Spielbezirks Ostsachsen: 2. Männer, weibliche Jugend C, männliche Jugend B und D. Die Schlüsselnummern passen ziemlich gut zu den schon bekannten Spielen. Die Excel-Liste wächst. Falk macht das.

Eine Woche später kommt eine korrigierte Version der Rahmenpläne. Zwei der Schlüsselnummern sind anders. „So ein Sch…, wieder alles durchschauen! Die Excel-Liste muss auch geändert werden. Und wer verdammt hat dem Tausch zugestimmt?“, waren die ersten Gedanken. Beim genauen Durchsehen kommt dann die Erleichterung: „ Okay, ein paar Termine sind jetzt anders, aber insgesamt passt es immer noch sehr gut zu den schon bekannten Heimspieltagen.“ Der Hals schwillt ab.

In dieser Zeit bekommen wir auch den Rahmenspielplan für den Bezirk Sachsen Mitte. Dort spielen unsere SG-Mädels der A-Jugend. Kein einziger Heimspieltag stimmt mit denen der Erwachsenenmannschaften überein. „Na super! Vielleicht passen die Termine ja in den Spielplan der Bienen…“

Am 3. August kommen die Pläne des Spielkreises. Darunter sind die Termine der 3. Männermannschaft, sowie die Turniere der Minis und der E-Jugend weiblich und männlich. Falk hat alle Termine am nächsten Tag in der Excel-Liste drin. Wow! Das ging schnell. Übereinstimmungen? Geht so. Wird schon.

Die ersten E-Mails mit Verlegungswünschen gehen raus. Einige Antworten kommen sofort, sind aber nur zum Teil zufriedenstellend. „Kommt vielleicht ein Tausch des Heimrechts in Frage?“ Die nächsten E-Mails schießen durchs Netz. „Etwas Geduld, muss erst die Trainer fragen.“

Die Festsetzung der Anwurfzeiten beginnt. Die Regelungen im Verband sind klar. Aber gelten in Ostsachsen und im Spielkreis noch die gleichen Regeln wie im letzten Jahr? In Corona-Zeiten kann sich ja vieles verändern. Im Netz ist nichts zu finden. Also die Leiter der Technischen Kommissionen kontaktieren. Die helfen weiter. Alles wie immer.

Positive Nachrichten flattern rein. Heimrecht getauscht. Verlegung wird zugestimmt. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten. Die nächsten E-Mails gehen raus. „Nee, passt leider nicht.“ – „ Okay, schade, ist dann vielleicht noch das möglich?“ – „Ich frag nach.“ Warten.

Die Anwurfzeiten sind jetzt soweit alle geplant. Etliche Antworten zu Verlegungswünschen fehlen aber noch. Trotzdem sollten wir mal beim Landratsamt unseren Bedarf anmelden. Nicht, dass die Halle dann immer schon vergeben ist. Falk schreibt und telefoniert. Antwort passt soweit, am 9. Januar ist das BSZ besetzt. Können wir das Heimspiel der Männer tauschen? Nee! Tja, dann müssen wir an diesem Tag in die Pestalozzi-Halle.

Manche Wochenenden sind knackevoll. Ende Januar sind wir von Samstag früh um 9 bis Sonntagabend 18:30 in der Halle. (Könnt ihr euch schon mal vormerken. Da ist eh schlechtes Wetter.) Übrigens spielen zwei Mannschaften von uns an diesem Wochenende auswärts. Zum Glück.

Da war ja noch die weibliche A-Jugend. Abstimmung mit dem HC Rödertal: Welche Heimspiele passen bei euch? Welche passen bei uns? Bei euch ist die Halle belegt. Okay, dann übernehmen wir, auch wenn’s nicht so gut passt. Wir finden eine Lösung! Handball ist unser gemeinsames Interesse!

Mitte August: Die ersten Trainer werden ungeduldig: „Gibt’s schon einen vorläufigen Spielplan?“ – „Ja, gibt’s.“ Aber schickst du’s an einen, schickst du’s an alle. „Ist vorläufig. Kann sich noch in einigen Punkten ändern.“

Anfragen von anderen Vereinen kommen. „Können wir verlegen?“ – „Wart mal, muss erst den Trainer fragen.“ Meistens klappt es und auch wir können positive Nachrichten verschicken. Danke von allen Seiten.

24.08.2020: Die letzten positiven Antworten an uns kommen an. Eine Woche vor Ende der Meldefrist. Jetzt müssen alle Termine noch ins System des Handballverbands. Die meisten beim RSV, die vom weiblichen Nachwuchs bei der SG. Tobi macht sich einen schönen Abend. Oder eine halbe Nacht. Kleinere Anpassungen werden notwendig, weil Sachsenliga und Verbandsliga 40 min Vorlauf brauchen und nicht nur 30 min. Nichts Dramatisches. Merken wir uns fürs nächste Jahr.

Bei zwei Terminen streikt das System trotzdem. Unser Termin ist nicht wählbar. Nachricht an den Staffelleiter. Wird passend gemacht! Läuft. Danke.

Werden Termine verlegt, dann muss die Abstimmung mit dem anderen Verein zur Info an die jeweiligen Staffelleiter. Macht Sinn, sonst könnte man ja alles behaupten. Also noch mal E-Mails schreiben. Vorher muss man sich nur noch die Adressen der Leute raussuchen. Steht ja fast alles in nuLiga.

Am 26. August ist es soweit. Die finale Version der Excel-Datei ist Version 17. Sie enthält über 250 Spiele mit RSV-Beteiligung. Über 200 E-Mails sind in meinem oder anderen Postfächern angekommen. Alle Wünsche sind nicht erfüllt worden, aber wir können zufrieden sein. Es ist geschafft.

Ein großes Dankeschön geht

  • an Falk und Tobi,
  • an Denise und Grete (HC Rödertal),
  • an alle Tauschpartner (Großenhain, Zittau, Bretnig),
  • an alle Vereine, die Verlegungen zugestimmt haben (Sagar, Cunewalde, Sohland, Bautzen, Bernstadt, Rödertal, MSV Dresden, HC Leipzig, , Rietschen und Oberlichtenau),
  • an alle Vereine, die nach Möglichkeiten gesucht haben, auch wenn’s schlussendlich nicht möglich war,
  • an die Spielwarte (besonders Friedbert, Frank, Klaus, Ronald, Ute und Ingo),
  • an meine Frau, die in den letzten Wochen (auch im Urlaub) einige Stunden auf mich verzichten musste.

D. Tillich

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